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Werkverzeichnis im Aufbau

Der Bestand wird systematisch erschlossen

Die Werner-Grund-Stiftung baut ein Werkverzeichnis des Künstlers Werner Grund auf. Ziel ist es, seine Arbeiten nach einheitlichen Kriterien zu erfassen, vorhandene Informationen zusammenzuführen und eine verlässliche Grundlage für Forschung, Ausstellungen und Vermittlung zu schaffen.

Die Erschließung erfolgt schrittweise. Neue Erkenntnisse können deshalb zu Ergänzungen oder Korrekturen führen. Unsichere Angaben werden ausdrücklich als solche gekennzeichnet.

Was wird dokumentiert?

Für jedes Werk werden – soweit bekannt oder am Original feststellbar – grundlegende Informationen aufgenommen: 

 

Nicht eindeutig feststellbare Angaben werden nicht ergänzt oder geschätzt. Sie bleiben als ungeklärt beziehungsweise unbekannt gekennzeichnet.

 

Werkkomplexe

Zur inhaltlichen Einordnung werden die Arbeiten derzeit folgenden Werkkomplexen zugeordnet:

  • Hohenlohe (HOH) Landschaften, Ortsansichten und weitere Arbeiten mit Bezug zur Region Hohenlohe.

  • Blumenwiesen (BLW) Darstellungen blühender Wiesen und verwandter Naturmotive.

  • Abstrakt (ABS) Ungegenständliche und weitgehend abstrahierte Kompositionen.

  • Reisen (REI) Arbeiten, die im Zusammenhang mit Reisen entstanden sind.

  • Winter (WIN) Winterlandschaften und andere Arbeiten mit ausgeprägter winterlicher Motivik.

  • Sträuße (STR) Blumensträuße, Stillleben und verwandte florale Motive.

  • Porträts (POR) Bildnisse und figürliche Darstellungen mit porträthaftem Charakter.

  • Kunst am Bau (KAB) Ortsgebundene oder für bestimmte Architektur geschaffene Arbeiten.

  • Diverse / ungeklärt (DIV) Arbeiten, die nicht eindeutig zugeordnet werden können oder deren Einordnung noch untersucht wird.

Die Zuordnung dient als Arbeitsinstrument. Sie kann im Verlauf der wissenschaftlichen Bearbeitung präzisiert werden.

Unsere Methodik

 
Nachvollziehbar statt scheinbar vollständig

Das Werkverzeichnis bildet den jeweils aktuellen Stand der Erschließung ab. Fehlende Informationen werden nicht durch Vermutungen ersetzt. Zuschreibungen, Datierungen und Zuordnungen werden überprüft und bei Bedarf überarbeitet.

 
Einheitliche Werkcodes

Jedes erfasste Werk erhält einen möglichst reproduzierbaren Arbeitscode. Er setzt sich aus objektbezogenen Angaben zusammen:

WG – Jahr – Werkkomplex – Träger – Maßart und Maß. Die Mal- oder Zeichentechnik ist ein eigenes Datenfeld und wird nicht Bestandteil des Werkcodes. Auch interne Foto-Nummern gehören nicht zur Werknummer.

Ein schematisches Beispiel:

WG-1971-BLW-LW-L60x80

Der Code bezeichnet eine Werner Grund zugeordnete Arbeit aus dem Jahr 1971, aus dem Komplex Blumenwiesen, auf Leinwand, mit einem Werkmaß von 60 cm Höhe und 80 cm Breite.

Bei unbekannten oder nur vermuteten Angaben werden einheitlich festgelegte Kennzeichnungen verwendet.

(Der Werkcode ist ein dokumentarisches Arbeitsmittel. Er ersetzt weder die kunsthistorische Beschreibung noch eine Prüfung der Zuschreibung.

Warum keine laufende Nummer?

Der Code soll sich möglichst aus den dokumentierten Eigenschaften des Werkes ableiten lassen. Dadurch bleibt seine Bildung nachvollziehbar und ist nicht allein von der Reihenfolge der Erfassung abhängig.

Sollten mehrere Arbeiten in allen codebildenden Merkmalen übereinstimmen (also aus dem gleichen Jahr, auf dem gleichen Trägermaterial und mit identischen Maßen), müssen sie im internen System durch ein zusätzliches Unterscheidungsmerkmal eindeutig auseinandergehalten werden.

Kennen Sie ein Werk von Werner Grund?

Für den Aufbau des Werkverzeichnisses suchen wir auch nach Arbeiten in Privatbesitz sowie nach Fotografien, Briefen, Ausstellungskatalogen und anderen Dokumenten zu Werner Grund.

Wenn Sie ein bislang nicht erfasstes Werk kennen oder ergänzende Informationen besitzen, freuen wir uns über Ihre Nachricht.

Hilfreich sind:

  • eine Gesamtaufnahme der Vorderseite

  • eine Aufnahme der Rückseite

  • Detailbilder von Signaturen, Aufklebern und Beschriftungen

  • Höhe und Breite des Werkes

  • Angaben zu Rahmen und Bildträger

  • bekannte Informationen zu Erwerb, Herkunft oder früheren Ausstellungen

Ihre Angaben werden vertraulich behandelt. Eigentums- und Standortinformationen werden nicht ohne Zustimmung veröffentlicht.

Häufige Fragen

Ist das Werkverzeichnis bereits vollständig?

Nein. Das Werkverzeichnis befindet sich im Aufbau. Die Bestände werden schrittweise gesichtet, fotografiert, beschrieben und überprüft.

Werden unsichere Datierungen veröffentlicht?

Unsichere Datierungen werden als vermutet, circa oder undatiert gekennzeichnet. Eine nicht belegbare Jahreszahl wird nicht als gesicherte Angabe dargestellt.

Warum können Angaben später geändert werden?

Neue Archivfunde, Vergleichswerke, Ausstellungskataloge oder Hinweise aus Privatbesitz können den bisherigen Kenntnisstand erweitern. Wissenschaftliche Dokumentation ist deshalb ein fortlaufender Prozess.

Sind Werkcodes gleichbedeutend mit einer Echtheitsbestätigung?

Nein. Ein Werkcode dient zunächst der eindeutigen Erfassung innerhalb des Werkverzeichnisprojekts. Er ist für sich genommen weder ein Echtheitszertifikat noch eine Aussage zum Marktwert.

Werden Standorte und Eigentümer veröffentlicht?

Personenbezogene, sicherheitsrelevante und vertrauliche Angaben werden geschützt. Eine Veröffentlichung erfolgt nur, wenn sie sachlich erforderlich und rechtlich zulässig ist.

Kann ich ein Werk zur Prüfung melden?

Ja. Besonders hilfreich sind gut lesbare Fotografien der Vorder- und Rückseite, Detailaufnahmen von Signaturen und Beschriftungen, genaue Maße sowie alle bekannten Angaben zur Herkunft des Werkes.

Projektstand

Das Werkverzeichnis befindet sich im Aufbau. Über wichtige Fortschritte, neu erschlossene Werkgruppen und Einblicke in die dokumentarische Arbeit berichten wir auf dieser Webseite und gelegentlich über unseren Instagram-Kanal.

Bildträger und Technik

Bildträger und Technik werden getrennt dokumentiert.

Der Träger beschreibt das materielle Objekt, auf beziehungsweise aus dem die Arbeit ausgeführt wurde, beispielsweise Leinwand, Papier, Holz oder Hartfaserplatte.

Die Technik wird als eigenes Datenfeld geführt, zum Beispiel Öl, Aquarell, Gouache, Zeichnung oder Mischtechnik. Da technische Bestimmungen später präzisiert werden können, ist die Technik nicht Bestandteil des Werkcodes.

Maßangaben

Maße werden grundsätzlich in folgender Reihenfolge angegeben:

Höhe × Breite

Bei dreidimensionalen Arbeiten gilt:

Höhe × Breite × Tiefe

Alle Angaben erfolgen, sofern nicht anders vermerkt, in Zentimetern.

 

Arbeiten auf Papier unter Passepartout

Bei gerahmten Papierarbeiten werden unterschiedliche Maßarten klar voneinander getrennt:

  • Sichtbares Maß: der innerhalb des Passepartout-Ausschnitts sichtbare Bereich

  • Blattmaß: die vollständige Größe des Papierblattes

  • Rahmenmaß: die äußeren Abmessungen des Rahmens

Kann ein Blatt nicht ausgerahmt werden, wird nur das tatsächlich feststellbare sichtbare Maß angegeben. Verdeckte Blattränder und nicht zugängliche Maße werden nicht geschätzt.

Beispiel:
Sichtbares Maß: 28 × 38 cm
Das bedeutet: 28 cm hoch und 38 cm breit.

Fotografische Dokumentation

Vorhandene und neu erstellte Aufnahmen werden im internen Fotoarchiv verwaltet. Foto-Nummern dienen der Zuordnung der Bilddateien, sind jedoch kein Bestandteil der Werknummer.

Nicht alle internen Aufnahmen oder Verwaltungsangaben werden öffentlich zugänglich gemacht. Die Veröffentlichung richtet sich unter anderem nach Dokumentationsstand, Bildqualität sowie rechtlichen und konservatorischen Gesichtspunkten.

Weitere Details

Bei Maßen wurde festgelegt: immer Höhe × Breite. Entscheidend ist, die Maßarten sauber zu unterscheiden:

  • Bildmaß / Leinwandmaß

  • Blattmaß

  • sichtbares Maß

  • Rahmenmaß 

Bei Arbeiten hinter Passepartout darf das sichtbare Maß nicht als Blattmaß ausgegeben werden. Wenn nicht ausgerahmt wird, lautet die Erfassung zum Beispiel:

Maße sichtbar: 28 × 38 cm
Blattmaß: nicht ermittelt
Rahmenmaß: 45 × 55 cm
Bemerkung: Blattrand durch Passepartout verdeckt; nicht ausgerahmt gemessen.

 

Für Codes können Maßarten abgekürzt werden:

  • L = Leinwandmaß

  • B = Blattmaß

  • S = sichtbares Maß

  • R = Rahmenmaß 

Also etwa:

L60x80 = Leinwandmaß 60 × 80 cm
B42x56 = Blattmaß 42 × 56 cm
S28x38 = sichtbares Maß 28 × 38 cm
R45x55 = Rahmenmaß 45 × 55 cm

In der Excel-Datei sollten mindestens diese Felder angelegt werden:

  • Werkcode

  • alter Dateiname / Foto-Nr.

  • neuer Dateiname

  • Jahr / Datierung

  • Datierungssicherheit

  • primärer Komplex

  • sekundärer Komplex

  • Technik

  • Träger

  • Präsentationsform

  • Maße sichtbar

  • Blattmaß

  • Leinwandmaß / Bildträgermaß

  • Rahmenmaß

  • Messstatus

  • Signatur: ja/nein

  • Signaturposition

  • Zustand

  • Rahmung / Glas / Passepartout

  • Standort

  • gezeigt in BILDWECHSEL

  • Katalogverweis

  • neu gerahmt / restauriert

  • Bemerkungen

  • Der neue Dateiname sollte dem Werkcode entsprechen, zum Beispiel: WG-1971-BLW-OEL-LW-L60x80.jpg

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